Ferrari schickt den Amalfi Spider, einen neuen reinrassigen Sportwagen mit Zweiplus-Sitzkonfiguration und V8-Biturbomotor in Front-Mittelmotor-Anordnung auf die Straßen

FOTOS: FERRARI

 

Fahr ein bisschen mit nach ....

Amore mio

 

Einmal nach Amalfi, immer wieder nach Amalfi. Die Gegend rund um die süditalienische Kleinstadt weist viele Facetten auf. Amalfi selbst ist überrreich an Geschichte, Sorrento und die Sonneinsel Capri  sind ebenso Sehnsuchtsorte, halbschattig präsentiert sich Neapel und drohend der Vesuv, Wie vergänglich alles ist, zeigt Pompeji eindrucksvoll auf.

 

MARANELLO, März 2026. Die Hinreise von Tirol aus nach Amalfi ist ein Vergnügen, vom Norden Dautschlands aus oder von noch weiter weg, kann sie ebenfalls viel Spaß bereiten. Wir gehen hier, das sei vorangestellt, nicht von einer Busreise aus, sondern konzentrieren uns auf die Einzelanreise, die je nach Fahrzeugmodell fünf bis neun Personen an das Reiseziel und wieder nach Hause bringt. Standesgemäß nehmen wir die Fahrtstrecken jedoch mit einem Zweiplus-Sitzer unter die Räder.
 
Das Design des Amalfi Spider ist fließend und minimalistisch gehalten – die skulpturalen Volumen und klaren Oberflächen vermitteln Modernität und Dynamik. Die Fahrzeugfront wird von einem großen Lufteinlass und einer langen, formschön modellierten Motorhaube dominiert, unter der ein 471 kW/640 PS starker V8-Turbomotor steckt. Am Heck trägt ein integrierter aktiver Spoiler zur Stabilität bei hoher Geschwindigkeit bei, während Schmiederäder und Karbon-Details die sportlich-elegante Ästhetik komplettieren
 
Der Ferrari Amalfi Spider vereint herausragende Leistung und Alltagstauglichkeit und macht so jede Reise zu einem besonderen Erlebnis. Wie das zugelötete Amalfi-Modell verfügt auch der Spider-Innenraum über ein Doppelcockpit-Layout und eine weiterentwickelte Fahrer-Fahrzeug-Schnittstelle. Zu den wichtigsten Elementen gehören ein neues Lenkraddesign samt physischer Tasten und die Rückkehr des legendären Startknopfs.
 

Mit dem Amalfi Spider präsentiert Ferrari die neue Lackfarbe Rosso Tramonto: ein exklusiver Farbton, der die mit Verde Costiera begonnene, von den Farben der Amalfiküste inspirierte Farbpalette fortführt

 

Der Ferrari Amalfi Spider bietet dank seiner Architektur ein kompromissloses Open-Air- Fahrerlebnis bei höchstem Komfort und optimaler Funktionalität. Das Verdeck ist zugleich leicht und robust. Es verfügt über ein Z-Falt-System, das ein Öffnen in nur 13,5 Sekunden ermöglicht sogar während der Fahrt mit bis zu 60 km/h. Im vollständig geöffneten Zustand nimmt das Verdeck lediglich 220 Millimeter Dicke in Anspruch, was die Raumnutzung perfektioniert.

 

Im Fahrzeug selbst sind verschiedene Funktionselemente integriert, die der Strömungsführung dienen und dazu beitragen, Belastungen und Widerstand ausgleichen. Ein Bypass-Kanal über den Scheinwerfern schafft eine Verbindung zwischen Frontpartie und Motorraum, was zur Reduzierung des Druckaufbaus und zur Optimierung der Kühlung beiträgt. Die Erzeugung von Abtrieb an der Fahrzeugfront wird durch die in den vorderen Unterboden integrierten Wirbelgeneratoren und Diffusoren gesteuert.

 

Ebenso wie beim "Normal"-Amalfi repräsentiert auch der Motor des Spider die neueste Evolutionsstufe des 3.855 ccm Hubraum messenden V8-Biturbomotors aus der F154-Familie jene Motorenbaureihe, die in jüngster Zeit die meisten internationalen Auszeichnungen gesammelt hat. In dieser neuen Konfiguration sorgen Optimierungen für eine Maximalleistung von 471 kW/640 PS bei 7500/Umin. Mit einer spezifischen Leistung von 166 PS/l und einer auf 7600/Umin angehobenen Maximaldrehzahl kann die kontinuierlich steigende Leistungskurve des Aggregats voll ausgeschöpft werden.

 

Die Leistungssteigerung gegenüber dem Ferrari Roma Spider wurde nicht zuletzt durch ein fortschrittliches Turbolader-Managementsystem erreicht. Es ermöglicht eine unabhängige Drehzahlregelung der beiden Lader mit spezieller Kalibrierung und eine Erhöhung der maximalen Turbodrehzahl auf bis zu 171.000/min. Diese Lösung verbessert das Ansprechverhalten und erhöht die Präzision der Druckregelung.

 

Am Heck des Ferrari Amalfi Spider zeigt sich ein beweglicher Flügel, der harmonisch in das Design integriert wurde. Dieses Bauteil kann je nach Geschwindigkeit sowie entsprechend der Längs- und Querbeschleunigung drei aktive Konfigurationen annehmen: niedriger Luftwiderstand (LD Low Drag), mittlerer Abtrieb (MD Medium Downforce) und hoher Abtrieb (HD High Downforce). Der Flügel erzeugt in der HD-Stellung bei 250 km/h einen um 110 Kilo erhöhten Abtrieb bei einem um weniger als vier Prozent erhöhten Luftwiderstand. Bei dynamischen Fahrsituationen, wie beim starken Bremsen oder in schnellen Kurven, schaltet der Spoiler automatisch in die Konfiguration mit hohem Abtrieb, wodurch die Gesamtstabilität des Fahrzeugs nochmals verbessert wird.

 

Der Heckdiffusor wurde so gestaltet, um einen bestmöglichen Kompromiss zwischen Abtrieb und Luftwiderstand zu finden. Die kontrollierte Ausdehnung des Luftstroms im zentralen Kanal verstärkt die Nachlaufströmung und verbessert die Effizienz des Systems. Auch das Kühlsystem des Modells ist ein integraler Bestandteil des gesamten aerodynamischen Designs: Im mittleren Bereich des Chassis befinden sich der Wasserkühler des Motors und der Kondensator der Klimaanlage, während die seitlichen Einlässe die Ladeluftkühler des Turboladersystems versorgen.

 

Dank einer Reihe fortschrittlicher technischer Lösungen reagiert der Motor jetzt noch schneller auf Gaspedalbefehle: Dazu gehören eine Flatplane-Kurbelwelle, kompakte Turbinen mit geringer Trägheit, die Twin-Scroll-Technologie für separates Abgasmanagement und ein Single-Scroll-Krümmer mit gleich langen Kanälen. Diese Elemente tragen zu kontinuierlicher und progressiver Leistungsabgabe bei mit einer Drehmomentkurve, die in allen Gängen für enormen Durchzug bei mittleren und hohen Drehzahlen bürgt.

 

An Bord befindet sich weiterhin das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe im Ölbad, das erstmals mit dem SF90 Stradale eingeführt wurde und großen Anklang fand. Das Getriebe erhielt Optimierungen in Gestalt einer leistungsstärkeren Steuereinheit und einer noch tieferen Integration in die .otorsoftware: für noch sanftere und schnellere Schaltvorgänge.

 

Vesuv lässt grüßen

Auch dem Sounddesign widmeten sich die Ferrari Ingenieure mit besonderer Hingabe: Ein neues Schalldämpfer-Layout sorgt für die Einhaltung strenger Lärmschutzvorschriften, ohne den typischen Ferrari Sound zu beeinträchtigen. Die Flatplane-Kurbelwelle und die gleich langen Auspuffkrümmer tragen zu einer unverwechselbaren Zündfolge bei. Die Regelung des Sounds übernimmt ein neues, proportional gesteuertes Bypass-Ventil mit speziellen Kennfeldern, um den Auspuffsound an unterschiedliche Fahrbedingungen anzupassen.Donnergrollen inklusive ...

 

Die Fahrdynamik des Ferrari Amalfi Spider wie des Amalfi repräsentiert eine bedeutende Weiterentwicklung im Segment der Spide-2+-Coupés mit Frontmotor dank der Integration modernster, in jüngster Zeit entwickelter Ferrari Technologien. Das Herzstück bildet dabei die Einführung von Brake-by-Wire: eine Lösung, die die Bremsleistung deutlich verbessert, den Pedalweg verkürzt und die Modulation optimiert selbst bei aktiviertem ABS.

 

Das Manettino des Ferrari Amalfi Spider bietet fünf Positionen: „Wet“, „Comfort“, „Sport“, „Race“ und „ESC-Off“. Mit ihnen kann der Pilot den Eingriffsgrad verschiedener Systeme einstellen, wie F1-Traktioskontrolle, Dämpfer und elektronisches Differenzial. Wie beim Ferrari Amalfi wurde auch beim Amalfi Spider der dynamische Bereich verfeinert und erweitert. Zu verdanken ist dies ist dem dynamischeren Charakter der „Sport“- und „Race“- Kalibrierungen im Vergleich zum Ferrari Roma. Der Übergang zwischen den Einstellungen erfolgt nun sanfter, was das Fahren nochmals vereinfacht.

 

In puncto Sicherheit und Assistenz ist der Ferrari Amalfi Spider mit einem umfassenden Paket an Fahrassistenzsystemen der neuesten Generation ausgestattet. Im Verbund ermöglichen diese Technologien dem Ferrari Amalfi Spider ein präzises, reaktionsschnelles und einbindendes Fahrerlebnis.

 

Bei der Reifenwahl für den Ferrari Amalfi Spider wurde Wert auf Ausgewogenheit zwischen Ästhetik, Leistung und Komfort gelegt. Die Entwickler entschieden sich für 20- Zoll-Räder, die Reifendimensionen betragen 245/35 R20 vorne und 285/35 R20 hinten. Diese Konfiguration bürgt für ein ausgewogenes Verhältnis von Agilität und Traktion und trägt zur präzisen und reaktionsschnellen Fahrdynamik bei. Der Ferrari Amalfi Spider ist serienmäßig mit Reifen ausgestattet, die gemeinsam mit drei Technologiepartnern speziell für dieses Modell entwickelt wurden: Pirelli P ZERO, Goodyear Eagle F1 SuperSport und Bridgestone Potenza Sport.

 

Höhepunkt: 320 km/h

Die einmaligen Qualitätsstandards von Ferrari und der zunehmende Fokus auf hervorragenden Kundendienst liegen auch dem umfangreichen siebenjährigen Wartungsprogramm für den Ferrari Amalfi Spider zugrunde. Das Programm wird für die komplette Ferrari Modellpalette angeboten. Es deckt die gesamten regelmäßigen Wartungen in den ersten sieben Jahren ab. Dieses Wartungsprogramm ist ein exklusiver Service, der den Kunden die Gewissheit gibt, dass ihr Fahrzeug in diesen sieben Jahren das Spitzenniveau an Leistung und Sicherheit beibehält. Der Service steht auch Zweitbesitzern von Ferrari Modellen zur Verfügung.

 

Abschließend: Nun, wie flott ist die/das bella maccina? Ordentlich, so die Werksdaten: In Drei komma Drei vom Start auf 100 Kilometer die Stunde. Das ist allerdings doch relativ. So manches E-Fahrzeug dürfte die längste Zeit - je nach Modell bis zu 160/180/200 km/h dicht hinter dem Ferrari Amalfi Spider-Heckspoiler bleiben. Dann ist die Cacciatore allerdings gegessen, Die/der Ferrari-Fahrerin/Fahrer dürfen einen Höhepunkt von 320 km/h ausfahren.

 

E questa è una cosa positiva!

FRANZESCO BOLZANO

Bei herbstlicher Nachhausefahrt dürfte es spätestens am Brenner dienlich sein, dem Spider den Hut aufzusetzen. Wir wissen wovon wir schreiben, wir haben genügend längere Ausflüge in den Süden unternommen ...